Attention. Interest. Desire. Action.

AIDA klingt nach Marketingseminar aus den Neunzigern.

Funktioniert aber immer noch erstaunlich gut.

Denn Menschen kaufen selten, nachdem sie einen einzigen Film gesehen haben.

Sie entdecken.

Werden neugierig.

Informieren sich.

Vergleichen.

Vertrauen.

Und irgendwann kaufen sie.

Warum sollte ausgerechnet Film all diese Schritte gleichzeitig erledigen müssen?

Tut er nicht.

Und sollte er auch nicht.

Ein Awareness-Film darf einfach dafür sorgen, dass jemand stehen bleibt:

Moment. Was war das?

Eine gute Markengeschichte sorgt dafür, dass jemand weiterdenkt:

Interessant. Erzähl mir mehr.

Ein Product Film beantwortet:

Warum brauche ich das?

Ein Testimonial:

Kann ich denen vertrauen?

Ein Case:

Funktioniert das wirklich?

Jeder Film hat einen Job.

Und je klarer dieser Job ist, desto besser kann er ihn machen.

Das Problem beginnt, wenn jeder Film alles sein soll.

Dann entsteht der typische Unternehmensfilm:

Historie.

Vision.

Produkt.

Technologie.

Mitarbeiter.

Nachhaltigkeit.

Kundenstimmen.

Zertifikate.

Und am Ende:

„Kontaktieren Sie uns gerne.“

Acht Minuten später wissen wir viel.

Aber wir fühlen wenig.

Vielleicht sollten wir Filme deshalb nicht danach beurteilen, wie viel Information sie enthalten.

Sondern danach, was sie auslösen.

Neugier?

Vertrauen?

Begehren?

Eine Handlung?

Denn Film ist nicht PowerPoint mit Musik.

Film ist Dramaturgie.

Und Dramaturgie bedeutet vor allem:

Du kannst nicht alles gleichzeitig erzählen.

#frischebrise

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