Kaum ein Thema wird in der Film- und Werbebranche so leidenschaftlich diskutiert wie künstliche Intelligenz.
Die einen sehen das Ende der klassischen Produktion. Die anderen hoffen, dass der Hype bald wieder verschwindet.
Wahrscheinlich liegen beide falsch.
Denn die interessanteste Veränderung durch KI findet nicht unbedingt im fertigen Bild statt. Sie findet in der Produktionslogik statt.
Ideen können schneller visualisiert werden. Treatments lassen sich früher testen. Varianten entstehen in kürzerer Zeit. Recherche, Preproduction und Postproduktion werden effizienter.
Das bedeutet nicht automatisch, dass Filme billiger werden.
Es bedeutet zunächst einmal, dass sich die Frage verändert, wofür man sein Budget einsetzt.
Wenn Technologie Zeit und Kosten bei bestimmten Produktionsschritten reduziert, entsteht im besten Fall Raum für das, was einen Film wirklich besser macht: eine bessere Idee, mehr Recherche, ein stärkeres Casting, eine außergewöhnliche Location, mehr Zeit am Set.
KI kann dabei helfen, schneller ans Ziel zu kommen.
Sie weiß aber nicht, welches Ziel überhaupt das richtige ist.
Das bleibt eine kreative Aufgabe.
Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Zukunft der Filmproduktion: KI übernimmt immer mehr von dem, was bisher Zeit gekostet hat. Und Menschen können mehr Zeit in das investieren, was nicht automatisierbar ist.
In Geschichten.
In Beobachtung.
In Entscheidungen.
In das, was einen Film am Ende nicht nur möglich, sondern relevant macht.
#frischebrise
