Früher musste man ein Motiv fotografieren, weil es existierte.
Heute kann man ein Motiv erzeugen, obwohl es nie existiert hat.
Künstliche Intelligenz verändert damit eine der grundlegendsten Fragen der visuellen Kommunikation:
Was ist eigentlich noch ein Foto?
Die technische Entwicklung ist beeindruckend. Bilder lassen sich erzeugen, verändern und kombinieren. Orte können entstehen, die es nicht gibt. Menschen können Dinge tun, die nie passiert sind.
Und trotzdem wird echte Fotografie dadurch nicht automatisch überflüssig.
Vielleicht sogar im Gegenteil.
Denn je einfacher es wird, perfekte Bilder zu erzeugen, desto wertvoller werden Bilder, die etwas dokumentieren, das tatsächlich existiert.
Einen Menschen.
Einen Ort.
Ein Produkt.
Einen Moment.
Das bedeutet nicht, dass jedes Markenbild künftig dokumentarisch sein muss. Im Gegenteil: KI wird neue kreative Möglichkeiten eröffnen, die mit klassischer Fotografie nie möglich gewesen wären.
Aber die Entscheidung wird wichtiger.
Was sollte ich erzeugen?
Und: Was sollte ich zeigen?
Für Marken ist das eine ziemlich grundsätzliche Frage.
Denn Bilder können Aufmerksamkeit erzeugen.
Aber Realität kann Vertrauen erzeugen.
Und vielleicht wird genau das in einer Welt, in der jedes Bild möglich ist, wieder zu einem der stärksten Argumente für ein echtes.
#frischebrise
